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Schlossherrin von Artstetten Anita Hohenberg

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 09.09.2025, 18:30 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 7954x gelesen

Wien [ENA] Das Schloss Artstetten in Niederösterreich wurde 1263 erstmals urkundlich erwähnt und nach mehreren Besitzerwechsel erwarb es Kaiser Franz Josef. 1889 erhielt es der spätere Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand, dessen tragische Geschichte Europa in eine neue Zeit katapultierte. Nach dem Attentat in Sarajevo erbte sein ältester Sohn Maximilian von Hohenberg mit zwölf Jahren das Schloss.

Damit ist aber die tragische Geschichte noch nicht zuende, denn 1919 verlor der Adel in der neugegründeten Republik Österreich seine Vorrechte. Richtig gefährlich wurde es aber 1938 nach dem Anschluss, wenn der Schlossherr Maximilian Hohenberg und sein Bruder Ernst nicht nur enteignet, sondern auch in das Konzentrationslager Dachau deportiert wurden und die Brutalität dort nur knapp überlebten. 1977 bekam Anita Hohenberg das Schloss, Urenkelin von Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich-Este. Sie kam 1958 als erstgeborene Tochter von Franz Herzog von Hohenberg und Elisabeth von Bourbon-Parma, Prinzessin von Luxemburg und Nassau zur Welt. Christiane Scholler hat gemeinsam mir Anita Hohenberg über Artstetten ein Buch geschrieben.

Das Buch "Franz Ferdinand war mein Urgroßvater - Anita Hohenberg über Thronfolger Franz Ferdinand" gibt viele interessante Details der Familie preis, lässt das Attentat von Sarajevo politisch mit anderen Augen sehen und beschreibt Erzherzog Franz Ferdinand als Schlossherrn, Visionär und Sammler. Im Anhang des Buches wird der Schlosspark als grüne Oase beschrieben, der heute von zahlreichen Touristen aus aller Welt geschätzt wird, auch deshalb, weil sich darin außergewöhnliche botanische Raritäten finden und ausserdem gehört er zu den bedeutendsten gartenarchitektonischen Denkmälern Österreichs und steht unter Denkmalschutz.

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