Sonntag, 26.09.2021 21:07 Uhr

Verlust der Artenvielfalt in Österreich

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 29.04.2021, 09:47 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 5339x gelesen

Wien [ENA] Die Zukunft in Österreich wird in vielen Gebieten zunehmend ohne Vögel und andere heimische Tierarten sein. Das vertraute Zwitschern, das besonders zum Frühling dazugehört, wird leiser werden oder ganz verstummen. Überhaupt wird die Natur für viele Menschen zunehmend nur noch virtuell erlebbar werden, mit gestochen schöner Tierfotografie, die die intimsten Plätze der ausgefallensten Tierarten zeigt.

Da führt kein Weg zurück, denn Österreich, wie viele andere Länder, setzt auf Technik und Massengesellschaft. Und wo es um die Entscheidung zwischen Mensch und Tier geht, wird der Mensch natürlicherweise Vorrang haben. Tatsache ist, wir haben keinen Platz für Tiere mehr. Wenn sie noch da sind, dann nicht weil wir sie wollen, sondern weil wir noch nicht dazugekommen sind ihren Lebensraum zu vereinnahmen oder sie für Sport und Spass abzuschießen. Insofern überraschen die Ausführungen von Bird Life Österreich nicht. Nur in den letzten Jahren schrumpfte die heimische Vogelpopulation um 40 Prozent. Manche Vogelarten sind schon ausgestorben und z.B. der Grauhammer, Girlitz oder das Rebhuhn sind auf ein Zehntel ihres Bestandes zurückgegangen

Wiesen und Felder werden zunehmend Todeszonen. Übermäßiges Düngen und Mähen und der Einsatz von Pestiziden vernichtet Insekten, die die Nahrung der Vögel sind. Zwar geht es den von 113 auf 69 zurückgegangen Waldvogelarten noch besser, aber die Frage ist, wie lange noch. Auch der Gartenvogel Amsel wird immer seltener und zu allem Unglück sind zunehmend Glasfassaden in Städten tödliche Fallen für Vögel. Denn sie sind unsichtbare Mauern mit gefährlichen Spiegelungen und der Vogelschlag ist schon die zweithäufigste Todesursache nach der Zerstörung des Lebensraums durch Bodenversiegelung. Wenn alle nur noch in Glaspalästen leben wollen, dann ist die industrielle Landwirtschaft die einzige Alternative und der Verlust der Artenvielfalt die Folge.

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