Sonntag, 26.09.2021 21:01 Uhr

Fragen zur Sicherheit und dem Lobautunnel

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 14.07.2021, 18:35 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 2399x gelesen

Wien [ENA] Einen Schutzengel hatten am 13. Juli 2021 25 Kinder, die in einem Bus, der plötzlich zu brennen anfing als er gerade durch einen Tunnel in der italienischen Ortschaft Varenna fuhr. Der geistesgegenwärtige Busfahrer konnte alle Kinder gerade noch rechtzeitig aus dem Fahrzeug holen, bevor dieses abbrannte. Nicht alle solche Unfälle gehen so gimpflich aus, denn die Liste von Bränden und Explosionen in Tunnels ist lang.

Die Brandkatastrophe 1999 im Mont-Blanc-Tunnel, bei der 39 Menschen in den Schutzräumen bei tausend Grad Celsius verglühten, war nicht die einzige, die die Sicherheit der kilometerlangen Tunnelsysteme in Frage stellte. Denn im selben Jahr verloren bei einem Großbrand im Tauerntunnel, ausgelöst durch eine Fahrzeugkollision, zwölf Menschen ihr Leben und 2000 im Tunnelinferno der Gletscherbahn Kaprun 155. Allein im Jahr 2001 gab es sieben Tunnelunfälle in Österreich mit Toten und Verletzten. Die Sicherheit in Tunnels und unterirdischen Tunnelsystemen wie U-Bahnen sollte auch heute wieder im Fokus des Interesses sein. Denn über den Bau des Lobautunnels wird gerade in Österreich heftig diskutiert, wenn nicht gestritten.

Brauchen wir ihn wirklich, wie der Bundeskanzler und die Asfinag beteuern? Viele Projektgegner, wie das Institut "Forum Wissenschaft und Umwelt" sagen nein, aber die Argumentationen auf beiden Seiten sind nicht überzeugend. Denn auch der Ausbau des öffentlichen Verkehrs als Alternative zum Individualverkehr, oder auch die Radwege, lösen das Problem nicht. Denn auch U-Bahnen sind gefährliche Tunnelsysteme und der Radverkehr gefährdet alle Verkehrsteilnehmer, besonders die Fußgänger. Gleichzeitig wollen aber alle mehr. Die einen sehen Österreich als ausbaufähiges Transitland, die anderen als unbegrenztes Einwanderungsland. Jede Interessensgruppe hat großartige Pläne und möchte so viel wie möglich aus diesem kleinen Land herausschinden.

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