Dienstag, 26.10.2021 07:28 Uhr

Wienerberger Contemporary Photography Collection

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 27.06.2021, 23:00 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 3258x gelesen

Wien [ENA] Der spielerische Ansatz der Kunstfotografie trifft auf den Ernst eines Industrieunternehmens, um vielleicht so für beide Seiten neue Erfahrungen und Sinnzusammenhänge sichtbar zu machen. Wenigstens lassen das die Kunstprojekte "Insights - Wienerberger Contemporary Photography Collection" erahnen, die seit 2012 Kunst und Industrie zu einem Austausch motivieren. Wie es dazu kam, verrät CEO Wienerberger Heimo Scheuch.

Anlässlich des Firmenjubiläums "200 Jahre Wienerberger" sollte eine fotografische Hommage das Unternehmen in einem neuen, künstlerischen Kontext dokumentieren. Künstler und Künstlerinnen haben sich mit dem Werk, seiner Geschichte und seinen ästhetischen Möglichkeiten auseinandergesetzt und dabei eine eigenartige Bildsprache entwickelt, die eine gewisse Lust am Detail erkennen lässt, das repräsentativ für künstlerische Kategorien wie zum Beispiel Stoff, Form, Licht, Muster oder Mensch stehen könnte. So verwandelt Markus Krottendorfer eine Wienerberg-Anlage mit Ziegelteich, aus der Luft mit Infrarot fotografiert, in eine Farbkomposition, die die Wahrnehmung herausfordert und ein mystisches Zusammenspiel von Realität und Kunst indiziert.

Der norwegische Künstler Bjarne Bare, der in Oslo und Los Angeles studierte, verschreibt sich eher einem strengen Minimalismus und lässt schwarz-graue Flächen für sich sprechen, die sich in ihrer Schlichtheit auf das Wesentliche von Form und Stoff reduzieren. Dass sich immer mehr Firmen dem künstlerischen Blick aussetzen, und dabei auch selbst in einen kreativen Prozess hineingezogen werden, ist einerseits eine interessante Entwicklung, könnte aber auch zu einer Selbstgefälligkeit führen, die die feine Linie zwischen Verantwortung und Nutzen aus den Augen verliert. Trotzdem überlagern sich in den photographischen Werken Vergangenheit und Gegenwart in der 2012 gegründeten Kunstsammlung und verstärken damit den Dialog mit der Außenwelt.

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