Dienstag, 28.06.2022 04:12 Uhr

"Wie wir überleben können" Buch von Albert Schweitzer

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 16.04.2022, 19:02 Uhr
Presse-Ressort von: Dr.Schura Euller Cook Bericht 4979x gelesen

Wien [ENA] Der 1875 geborene Friedensnobelpreisträger Albert Schweizer war sicherlich eine aussergewöhnliche Erscheinung am Ende des 19.Jahrhunderts, in dem sich der missionarische Geist mit dem Aufbruch in die Moderne vereinte und dabei eine unerhört kraftvolle Persönlichkeit schuf, die christliche Theologie, Philosophie und Medizin in einem missionarischen Sendungsbewusstsein als Urwaldarzt in Afrika vereinte und lebte.

Dabei löste er einen weltlichen Missionstrend aus, der noch heute in den in alle Welt hinausschwärmenden Hilfsorganisationen Fortsetzung findet, die sich für Religion, Tierschutz, Umwelt oder Bekämpfung von Armut einsetzen. Sein Buch "Wie wir überleben können - Eine Ethik für die Zukunft" ist gerade heute in Zeiten des tragischen russischen Krieges gegen die Ukraine, wichtiger denn je. Kann uns sein Grundgedanke "Ehrfurcht vor dem Leben" helfen, den Teufelskreis von Krieg und Frieden zu durchbrechen? Wenigstens waren Schweitzer und die grosse Leserschaft seiner Bücher davon überzeugt, dass eine universelle Ethik ein friedfertiges Miteinander ermöglichen könnte, wenn die Ehrfurcht vor dem Leben als ethisches Prinzip höchste Priorität hat.

Als großen Feind seiner Ethik sieht er den Skeptizismus. Durch ihn verliert der Mensch den Sinn für die Wahrheit und das Bedürfnis nach ihr wird zwischen Meinungen aufgerieben. Zwar kennt er die ethischen Konflikte zwischen notwendiger Selbstbehauptung und dem Verbot zu Töten an, aber trotzdem glaubt er, dass seine absolute Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben gefestigter und kein Gemisch aus relativen, nichtethischen Notwendigkeiten ist. Damit verlangt Albert Schweitzer etwas viel Allgemeineres als Mitleid gegenüber dem Töten von Tieren. Zwar sieht er, dass in der Natur durchaus Egoismus und Grausamkeit herrschen, die nicht mit einem gottgewollten Gesetz erklärbar sind, aber die Ehrfurcht vor dem Leben bleibt als reale Möglichkeit der Ethik.

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